17.03.2012

Vortrag der Eisenbahnfreunde Jünkerath
im Rahmen

 

Zeitreise Eisenbahn ins deutsch-belgische Grenzland

am 17. März 2012,

15.00 Uhr,

im "Kleinen Jünkerather Eisenbahn - Museum"

von: Michael Heinzel


Nachdem am 19.November 2011 die von Jünkerath ausgehende Eisenbahnstrecke nach Losheim bis zur belgischen Grenzstation Losheimergraben vorgestellt wurde, ging es in diesem Vortrag um die belgische Verlängerung dieser „Vennquerbahn“ bis Trois-Ponts und weitere Strecken in der Deutschsprachigen Gemeinschaft bis zum luxemburgischen Troisvierges, dem belgischen Gouvy und schließlich wieder zurück nach Pronsfeld in Deutschland.

Die Gebiete, die hier „bereist“ wurden, gehörten größtenteils bis 1920 zum Deutschen Reich und so waren auch die Eisenbahnstrecken hier von der KPEV errichtet und lange deutsch geprägt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden diese Gebiet an das Königreich Belgien abgetreten und die SNCB übernahm die Betriebsführung. Die hier eingesetzten Traktionsmittel wurden als Reparationsleistungen vielfach mit abgegeben und verblieben hier im Einsatz.

Der Vortrag erzählte anhand zahlreicher, vielfach historischer Dokumente die wechselvolle Geschichte diese Eisenbahnstrecken. Viele betriebliche Kuriositäten wurden dabei behandelt, aber auch andere Aspekte gestreift, bei denen die Eisenbahn eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Der Referent, Michael Heinzel aus Bonn, hat die Thematik über sechs Jahre intensiv recherchiert und verfügt damit über die entsprechende Kompetenz und gestaltete den Nachmittag wieder interessant und amüsant.

 

  



 

 

 

 

 

19.11.2011

Vortrag der Eisenbahnfreunde Jünkerath
im Rahmen

„Die Strecke Jünkerath - Losheimergraben"

am 19. November 2011, August 2011,

15.00 Uhr.

im Bahnhof Jünkerath, Wartesaal 1. Klasse

von: Michael Heinzel

 

                   


Am 1. Juli 1912 wurde die Strecke Jünkerath – Weywertz dem Verkehr übergeben. Anlässlich des bevorstehenden 100-jährigen Jubiläums im Jahre 2012 präsentierten die Eisenbahnfreunde Jünkerath einen Vortrag über den Streckenabschnitt von Jünkerath bis Losheimergraben. Die Strecke hatte eine ganz besondere Geschichte. Zweigleisig im Stile einer Hauptbahn führte sie von Jünkerath bis ins Hohe Venn. Nach dem 1. Weltkrieg verlor sie an Bedeutung, das zweite Gleis wurde zurückgebaut und der vereinfachte Nebenbahnbetrieb eingeführt. 1938 stellte die Reichsbahn die Strecke wegen des hohen Verkehrsaufkommens wieder auf Regelbetrieb um.

Nach Beseitigung der Kriegsschäden erfolgte am 8. Juli 1947 die Wiederaufnahme des Verkehrs, aber schon am 26. Mai 1963 die Einstellung des Personenverkehrs.

Am 8. Oktober 1981 wurde auch der verbliebene Güterverkehr Jünkerath – Losheim – Losheimergraben (Grenze) eingestellt. Fünf Jahre nach ihrer Stilllegung für den Gesamtverkehr 1981 ließ die NATO die Strecke als Zubringer zum NATO-Truppenübungsplatz Elsenborn bei Sourbrodt wieder sanieren und reaktivieren. Am 11. Oktober 1986 fand die Wiedereröffnung statt. Trotz der hohen Investitionen wurde der Verkehr bereits im Jahre 1993 wieder eingestellt. Die Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft im Bergisch-Märkischen Raum (EBM) betrieb anschließend auf deutscher Seite noch geringen Güterverkehr, u.a. zu einem Sägewerk in Losheim. Am 15. Juni 2003 wurde die Strecke dann abermals stillgelegt, diesmal endgültig.

Den Vortrag hielt Michael Heinzel aus Bonn, ein Eisenbahnkenner par Excellence, der die Strecke, über die er berichtete, wie seine Westentasche kennt und mit vielen Fotos dokumentiert hat.

 

 



 

 

 

 

 

14.08.2011

Vortrag der Eisenbahnfreunde Jünkerath
im Rahmen

„Die erste Ahrtalbahn von 1880/1888 - eine Spurensuche"

im Bahnhof Jünkerath,

am 13. August 2011, 16.00 Uhr.


Wiederum durften die Eisenbahnfreunde Jünkerath zu ihrem Vortrags-Nachmittag ca. 70 Besucher und Gäste begrüßen. Der Referent war dieses Mal Klaus Kemp,  bekannt als der Autor des Buches „Die Ahrtalbahnen“.

Zum ersten Mal nicht im "Kleinen Jünkerather Eisenbahn-Museum" , sondern im genau so dafür geeigneten Wartesaal 1. Klasse im Bahnhof Jünkerath, hielt der bekannte Autor einen äußerst interessanten Vortrag über die alte Ahrtalbahn aus den Jahren 1880 und 1888. Die Ahrtalbahn wurde von Remagen aus 1880 bis Ahrweiler und 1888 bis Adenau als eine sehr einfache Nebenbahn eröffnet. Es war eine Infrastrukturmaßnahme zur Erschließung abgelegener Gebiete der Eifel. Der Umbau zu einer Nachschubstrecke bis 1912 veränderte den Charakter der Bahn. Teile wurden völlig neu trassiert und damit alte Teilstrecken aufgegeben. Der Vortrag wollte anhand von Bildern zeigen, wie die alte Bahn aussah, was verändert wurde und was geblieben ist. Anhand von alten Post- und Ansichtskarten und Plänen rekonstruierte er den Verlauf der ersten Bahnlinien und machte sie so für das interessierte Publikum anschaulich.

Mit Klaus Kemp konnten die EFJ nach Hansjürgen Wenzel erneut einen in Eisenbahnerkreisen bekannten Experten gewinnen. Neben dem Buch „Die Ahrtalbahnen“ war der 1946 in Jena geborene Klaus Kemp Mitautor eines Buches über die Eisenbahn in Bonn. Aus seiner Feder stammen darüber hinaus ein Dutzend Artikel über die Eisenbahnen im Bonner Raum und ein Buch über die Eisenbahnen in Peru in spanischer Sprache!

Im nächsten Jahr erwartet den interessierten Eisenbahnfreund eine überarbeitete Neuauflage seines schon legendären Buches "Die Ahrtalbahnen" und die Fortsetzung in einem weiteren Buch über die Strecke Dümpelfeld - Lissendorf - Jünkerath von unseren Vereinsmitglied Manfred Jehnen. Auf  beide Bücher dürfen wir sehr gespannt sein.

         

         

         

 

 

 

 

 

19.03.2011:

Vortrag der Eisenbahnfreunde Jünkerath
im Rahmen

am 19. März 2011, um 16.00 Uhr

im "Kleinen Jünkerather Eisenbahn-Museum"
 

"Jünkerath und seine Lokomotiven"


Sehr gespannt warteten ca. 70 Zuhörer und Zuschauer auf den Vortrag mit dem Thema "Jünkerath und seine Lokomotiven". Wie erwartet wurden sie nicht enttäuscht und erlebten einen Vortrag der besonderen Klasse. Hansjürgen Wenzel,  bekannt als Autor vieler Bücher aus dem EK-Verlag, bewies eindrucksvoll sein enormes Wissen zur Geschichte der Eisenbahn in Jünkerath und der allgemeinen Eisenbahngeschichte. Sein lockerer und kurzweiliger Vortrag begeisterte die Zuhörer und ließ zu keinem Augenblick auch nur den Hauch von Langeweile aufkommen. Geschickt  und gekonnt referierte er über die Jünkerather Eisenbahngeschichte , beginnend mit den Planungen der Eifelstrecke über ihre inoffizielle Eröffnung während der Kriegsjahre 1870/71 bis hin zum Ende des Bahnbetriebswerkes im Jahre 1966.

Nach einer kurzen Pause zeigte Hansjürgen Wenzel eine Menge Bilder ehemaliger Jünkerather Lokomotiven. Zu jedem Bild, zu jeder Lok gab er den passenden Kommentar und nach fast drei Stunden Vortrag und Bilderschau verließen die Besucher mit viel Lob und Anerkennung für Hansjürgen Wenzel  das Jünkerather Eisenbahn-Museum.

Hansjürgen Wenzel konnte sich zum Schluss und auf Nachfrage des Vorsitzenden der Eisenbahnfreunde durchaus vorstellen, wieder einmal einen Vortrag in diesem ausgesprochen passenden Rahmen  zu halten. Die Vereinsmitglieder und die zahlreichen, interessierten Gäste würde es freuen.