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Information der Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V. Ausgabe Nr. 1/2012 |
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Liebe Leser! Dabei gehen wir mittlerweile davon aus, dass mit großer Sicherheit eine der beiden Varianten greifen wird und wir mit unserem Museum in jedem Fall im Gebäude bleiben können. So hat es uns jedenfalls der Landrat, Herr Onnertz, immer wieder zugesichert. Egal, wer nun wirklich das Gebäude übernimmt, für uns wird das im Prinzip nichts ändern. Nach dem nun höchstwahrscheinlich gesicherten Weiterbestand des Eisenbahn - Museums können wir uns auch wieder getrost anderen interessanten - und vor allen Dingen wieder - Eisenbahnthemen widmen.
Am 30. Juni 2012 diesen Jahres wiederholt sich zum 100sten Mal der
Eröffnungstag der Strecken
Da versteht es sich von selbst, dass wir als Eisenbahnverein vor Ort, dieses
Jubiläum nicht unbemerkt an uns vorbeiziehen lassen. Immerhin ist - oder
mittlerweile wohl besser - war Jünkerath der bedeutendste Bahnknotenpunkt
für all diese Strecken.
Lange vorher wird allerdings wieder unsere Saison eröffnet - und zwar im
Eisenbahn - Museum. Wie schon seit längerem praktiziert, beginnen wir mit
einem Vortrag im Rahmen „Zeitreise Eisenbahn“. Michael Heinzel wird als
Fortsetzung seines Vortrages vom November 2011 die Eisenbahnlinien im
deutsch-belgischen Grenzraum genauer beleuchten. Eine auf Grund ihrer
bewegten Geschichte sicherlich spannende Angelegenheit, die sich jeder an
der Eisenbahngeschichte des hiesigen Raumes interessierte Eisenbahnfreund
auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte. Ihr/Euer Wolfgang Kreckler Chronik des Vereins 07.11.2011 Kreistagsitzung mit
Beschluss über die Schließung des Eisenmuseums in Dümpelfeld – Lissendorf –
Jünkerath oder „Die Geschichte zum Buch“ Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass ich in meinem Leben einmal ein Buch schreiben würde. Worüber sollte ich auch schreiben? So dachte ich früher. Aber seitdem wir bei den Eisenbahnfreunden Jünkerath intensive Dokumentations- und Museumsarbeit betreiben, drängen sich die Themen für Bücher oder Broschüren geradezu auf. Doch der Reihe nach… Eigentlich beginnt die Geschichte des Buches über die Ahrstrecke bereits vor der offiziellen Museumseröffnung. 2007 reifte der Gedanke, eine Vortragsreihe ins Leben zu rufen. Gesagt, getan: 2008 wurde unter dem Motto „Zeitreise Eisenbahn“ der erste Vortrag in den damaligen Vereinsräumlichkeiten, dem heutigen Eisenbahn-Museum, gehalten. Thema war die längst stillgelegte Strecke Ahrdorf – Blankenheim (Wald). Wir zählten etwas über 30 Besucher. 2009 war dann die Strecke Dümpelfeld – Lissendorf an der Reihe. Diesmal waren es schon über 60 Besucher. Die Strecke scheint eine magische Anziehungskraft zu besitzen. Zu Gast war auch der Bürgermeister von Dümpelfeld, der spontan fragte, ob man den Vortrag nicht in Dümpelfeld wiederholen könne. Das haben wir natürlich gerne gemacht und kamen so zu unserem ersten „Auswärtsspiel“. Auch in Dümpelfeld fand der Vortrag viel Anklang und die Vortragsreihe hat sich zwischenzeitlich durch gute Themen, gute Referenten und eine gute Aufbereitung zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Als wir uns dann im Frühjahr 2010 im Vorstand der EFJ dazu entschlossen, die Aufarbeitung von Eisenbahngeschichte unter der Überschrift „Zeitreise Eisenbahn“ nicht nur als Vortragsreihe sondern nun auch als Publikationsreihe auf die Schiene zu setzen, war das erste Thema schnell klar: die Ahrstrecke! Neben der Gewissheit, ein auch für die Leserschaft interessantes Thema zu bearbeiten, kamen weitere Aspekte dazu:
dank der umfangreichen Planunterlagen, die der Verein in seinem Plan-Archiv Einen kleinen Einblick konnten die
Besucher unserer Jubiläumstage im vergangenen Jahr gewinnen. Die gezeigte
Ausstellung kam gut an und von dem Begleitheft zur Ausstellung sind nur noch
wenige Exemplare übrig. Das macht Mut für den Verkauf des Buches, das etwa
240 Seiten umfassen wird, also das 10-fache des Begleitheftes. Ein weiteres Thema sind die Vorarbeiten. Diese waren Grundlage für das weitere Genehmigungsverfahren. In der Literatur heißt es dazu in der Regel nur lapidar: „Der Minister beauftragte die zuständige Eisenbahndirektion mit den allgemeinen Vorarbeiten“. Was aber verstand man zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter „allgemeinen Vorarbeiten“, welchem Zweck dienten sie und was unterschied sie von den „ausführlichen Vorarbeiten“? Auch dieses Kapitel deutscher Eisenbahngeschichte wird im Buch beleuchtet. Weiteres Beispiel: die Bahnpost. Bis zum Eröffnungstag der Strecke Dümpelfeld – Lissendorf – Jünkerath wurde die Post mit den berühmten Postkutschen befördert. Ein altes Foto zeigt eine solche Kutsche bei einer Rast am Laufenbacher Hof, unweit des späteren Schellenberg-Tunnels. Die Kutsche trägt die Aufschrift „Dümpelfeld – Ahrdorf“. Mit dem 1. Juli 1912 waren die Kutschen nun nicht mehr nötig und ihre Kutscher arbeitslos, denn Adenau – Jünkerath wurde zur Bahnpoststrecke. Auch die Bahnpost ist ein bisher unbeachtetes Kapitel in der Literatur über die Eisenbahnlinien in unserer Region. Welche Züge waren mit Bahnpostwagen versehen, welche gesetzlichen Grundlagen gab es dafür, wie lief der Bahnpostverkehr in der Praxis ab, wie lange gab es die Bahnpost überhaupt auf der Ahrstrecke? All das sind interessante Fragen, auf die im Buch eingegangen wird. Die Recherche zu diesem Thema führte mich zur Bundesarbeitsgemeinschaft Bahnpost mit Sitz in Weiskirchen im Saarland. Auch dort habe ich große Hilfsbereitschaft erfahren und zwar gleich doppelt. Nach meiner Bitte um Informationen kam schnell die Rückmeldung, dass man mir Unterlagen Zusammenstellen würde. Lange Zeit hörte ich nichts. Dann kam die Nachricht, dass die Unterlagen auf dem Weg nach Jünkerath seien. Doch dort kamen sie nie an. Ob es nun ein Fehler bei der Post war oder an anderer Stelle, wird sich nie klären lassen. Jedenfalls begann alles wieder von neuem. Die Kollegen in Weiskirchen, auch alles ehrenamtlich Tätige wie wir, waren verständlicherweise wenig begeistert, denn man hatte sich keine Kopien gemacht. Alle Unterlagen mussten neu recherchiert, kopiert und zusammengestellt werden. Schließlich kam beim zweiten Versuch alles wohlbehalten bei mir an. So könnte man Geschichte um Geschichte
erzählen, aber es soll ja nicht zu-viel verraten werden. Nur noch soviel:
neben den erwähnten (und weiteren) besonderen Themen wird im Buch natürlich
auch das erzählt, was der Leser ohnehin von einem solchen Buch erwartet: die
Geschichte der Strecke von der ersten Idee im 19. Jahrhundert bis zur
Stilllegung und darüber hinaus bis zum heutigen Zustand, der durch
Fahrradwege geprägt ist. Darüber hinaus wird jeder Bahnhof vorgestellt,
natürlich jeweils mit einem Gleisplan aus dem Jünkerather Eisenbahn-Museum.
Neben den Bahnhöfen geht es auch um die privaten Gleisanschlüsse links und
rechts der Ahrstrecke. Um eine Weisheit von Sepp Herberger
umzuwandeln: nach dem Buch ist vor dem Buch! Es gibt weitere Themen und
Strecken, die durch die Eisenbahnfreunde Jünkerath recherchiert und
dokumentiert werden müssen. Wir halten Sie auf dem Laufenden! Wenn Sie noch Informationen oder Unterlagen haben, können Sie sich immer noch melden! Ich will bewusst keinen Redaktionsschluss verkünden. Fotos und Dokumente können noch relativ problemlos eingebaut werden. Bei den Informationen wird es mittlerweile schwierig, aber das Wichtigste ist, dass nichts verloren geht, denn selbst, wenn das Buch fertig ist und präsentiert wird, schreiben wir weiter an der Geschichte der Ahrstrecke! Versprochen! letzte Änderung am 19.02.12 um 15:42 Uhr ; optimiert für ein Auflösung von mindestens 1024 x 768 © by Lutz Kreckler |
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